Retail Media Ads 2026: Lukrativer als Google Ads?

7.28.2026
SlopeLift Team
Ads & Web
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Retail Media ist ein Bereich, der in den letzten Jahren von einem Trend zu einem lukrativen Werbesektor herangewachsen ist. Dabei wurden große Marktplätze wie Amazon, Zalando oder auch Douglas zu wichtigen Playern. Doch was ist Retail Media genau? In diesem Blogbeitrag erfahren Sie alle wichtigen Fakten rund um dieses Thema. Wir beleuchten die Wichtigkeit von E-Commerce Marketing und erklären, was Retail Media so besonders im Vergleich zu Google Ads macht.

Was ist Retail Media?

Unter Retail Media versteht man das Schalten von Ads direkt auf den Plattformen von Marktplätzen oder Einzelhändler:innen. Marken platzieren ihre Werbung also genau dort, wo die Konsument:innen bereits digital einkaufen. Damit entwickeln sich E-Commerce-Riesen zu eigenständigen Werbeplattformen und vermarkten ihre digitalen Verkaufsflächen als Anzeigenplätze.

Der entscheidende Vorteil: Werbung am Point of Sale

Während bei klassischer Werbung wie im Fernsehen oder auch bei digitalen Kanälen wie Social Media und Digital Out-of-Home meist eine große zeitliche und räumliche Lücke zwischen dem Sehen einer Anzeige und dem eigentlichen Kauf besteht, schließt Retail Media diese Lücke komplett. Die Anzeige ist in das Einkaufserlebnis integriert. Dadurch finden Werbung und Kauf in derselben Konsumumgebung statt. Konsument:innen, die auf Marktplätzen wie Amazon unterwegs sind, befinden sich bereits in einer kaufaffinen Phase, wodurch Werbung einen noch größeren Stellenwert erhält. 

Da es keinen Medienbruch gibt und der Weg zur Kassa meist nur einen Klick entfernt ist, erzielen die Ads extrem hohe Conversion-Raten

Von Amazon bis Zalando: Die Macht der Retailer

Retailer wie Amazon oder Zalando prägen als Marktriesen den europäischen E-Commerce und damit auch die gesamte Retail-Media-Landschaft. Während sich Amazon als universeller Allrounder durchsetzt, punktet Zalando mit lifestyle-orientiertem Shopping.

Der entscheidende Hebel für Advertiser:innen? Beide Plattformen bieten ein fertiges Ökosystem und liefern die vorgefertigte Zielgruppe direkt mit First-Party-Data. Da die User:innen eingeloggt sind, basiert das Targeting auf verifiziertem Kaufverhalten statt auf bloßen Vermutungen. Marken profitieren so von maximaler Präzision ohne Streuverluste und einer lückenlosen Erfolgsmessung im geschlossenen Kreislauf. Das ist vor allem in einer cookielosen Welt ein extrem nützlicher Vorteil. 

Amazon Advertising

Amazon Advertising, häufig auch als Amazon PPC bezeichnet, ist die hauseigene Werbeplattform für Händler:innen auf Amazon. Das System basiert auf dem transparenten Pay-per-Click-Modell (PPC). Das bedeutet für Sie: Kosten entstehen erst dann, wenn potenzielle Kund:innen tatsächlich auf Ihre Anzeige klicken. Um unterschiedliche Marketingziele abzudecken, bietet Amazon Advertising drei zentrale Anzeigenformate: 

  • Sponsored Products: Diese Anzeigen dienen in erster Linie dazu, die Sichtbarkeit einzelner Artikel zu erhöhen und den Traffic auf die jeweilige Produktdetailseite zu lenken.
  • Sponsored Brands: Dieses Format ist das ideale Werkzeug, um die allgemeine Markenbekanntheit zu steigern und Kund:innen auf Ihr Sortiment aufmerksam zu machen. 
  • Sponsored Display Ads: Hierbei steht das Retargeting im Mittelpunkt. Diese Anzeigen zielen darauf ab, Nutzer:innen anzusprechen, die sich Ihr Produkt bereits angesehen, den Kauf jedoch noch nicht abgeschlossen haben. 

Durch diese Formate erhalten Werbetreibende praktische Werkzeuge, um das volle Potenzial des Marktplatzes auszuschöpfen. 

Der direkte Vergleich: Retail Media Ads und Google Ads

Sowohl Retail Media Ads als auch Google Ads sind effektive Marketinginstrumente, sie verfolgen jedoch zwei unterschiedliche Strategien und setzen an verschiedenen Punkten an.  Google Ads begegnen Nutzer:innen oft ganz am Anfang ihrer Suche. Mit Google Ads zielen Sie somit eher darauf ab, Neukund:innen zu gewinnen und die Bekanntheit zu steigern, noch lange bevor überhaupt eine finale Kaufentscheidung getroffen wurde. Retail Media Ads wirken hingegen direkt am digitalen Point of Sale und begegnen Nutzer:innen mit einer konkreten Kaufabsicht. 

Fazit

Die Frage, ob Retail Media Ads lukrativer sind als Google Ads, lässt sich nicht mit einem simplen „Ja” oder „Nein” beantworten. Fakt ist jedoch, dass Retail Media mittlerweile zur absoluten Pflicht für erfolgreiches E-Commerce Marketing geworden ist. Den strategischen Vorteil der Platzierung direkt auf der digitalen Verkaufsfläche kann keine Google Ad ersetzen. 

Dennoch sollten Google Ads auch nicht abgeschrieben werden. Vielmehr ergänzen sich die beiden Strategien optimal: Google Ads wecken das anfängliche Interesse, während Retail Media Ads den finalen Kaufabschluss sichern.  

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