AI Visibility Studie der österreichischen Molkeibranche: Wer dominiert die KI-Suche?

6.9.2026
Marietta Robitza
GEO & SEO
Presse
SlopeLift hat gemeinsam mit otterly.ai erstmals systematisch gemessen, welche österreichischen Molkereien in den Antworten führender KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity und Gemini sichtbar sind. Die Ergebnisse zeigen: Schärdinger führt bei den Marken-Erwähnungen, Berglandmilch dominiert bei den Domain Citations.

KI verändert die Spielregeln – auch für Molkereien

Wer heute nach einem Milchprodukt sucht, fragt zunehmend keine Suchmaschine mehr – sondern eine KI. ChatGPT, Perplexity, Gemini oder Microsoft Copilot liefern direkte Empfehlungen, ohne dass auch nur eine Website besucht wird. Für Marken stellt sich damit eine neue, entscheidende Frage: Wie präsent bin ich, wenn die KI gefragt wird?

SlopeLift hat gemeinsam mit dem KI-Monitoring-Tool otterly.ai erstmals systematisch analysiert, wie sichtbar österreichische Molkereien in den Antworten führender KI-Systeme sind. Die Studie ist der erste Teil einer mehrteiligen AI Visibility Studie 2026 und steht in voller Länge unter studies.slopelift.com zur Verfügung.

Methodik: 97 Prompts, 6 KI-Systeme, 25 Marken

Erhoben wurde zwischen dem 14. und 21. Mai 2026. Analysiert wurden die Antworten von ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews, Google AI Mode, Microsoft Copilot und Gemini auf ein repräsentatives Set von 97 Prompts in 8 Kategorien – von Vergleichsfragen über Nachhaltigkeitsthemen bis hin zu Gesundheitsanfragen. 25 österreichische Molkereimarken wurden in die Auswertung einbezogen.

Die Ergebnisse: Schärdinger vorne bei Erwähnungen, Berglandmilch bei Quellen

Schärdinger erzielt mit 40,1 % die höchste Brand Coverage – keine andere Marke wird häufiger in den KI-Antworten namentlich erwähnt. Berglandmilch liegt mit 38,7 % knapp dahinter, dominiert jedoch bei den Domain Citations: Mit 1.585 Verlinkungen wird berglandmilch.at deutlich häufiger als Quellenangabe herangezogen als jede andere Molkerei-Domain. Die Likelihood to Buy – also die Wahrscheinlichkeit, dass eine KI-Antwort eine Kaufempfehlung für die Marke enthält – liegt bei Berglandmilch bei 85 %. NÖM komplettiert das Führungstrio mit 32,7 % Brand Coverage und 526 Domain Citations.

Tirol Milch (27,4 %) und SalzburgMilch (24,0 %) folgen auf den Plätzen vier und fünf, werden aber deutlich seltener mit einer konkreten Kaufempfehlung verknüpft. Ab Rang 6 – Gmundner Molkerei, Kärntnermilch, Obersteirische Molkerei – nimmt die Sichtbarkeit merklich ab.

Externe Quellen werden häufiger zitiert als Molkerei-Websites

Eine zentrale Erkenntnis der Studie betrifft das Quellen-Ökosystem der KI-Systeme: Nicht-Molkerei-Domains wie ama.at (896 Citations), spar.at (865) und youtube.com (805) werden von den KI-Systemen häufiger als Quellenreferenz herangezogen als nahezu alle Molkerei-Websites – mit Ausnahme von Berglandmilch. Das zeigt: KI-Systeme nutzen externe Autoritätsquellen stark. Präsenz auf Plattformen wie dem AMA-Gütezeichen-Portal, in Händler-Listings oder auf YouTube kann die eigene KI-Sichtbarkeit indirekt, aber messbar stärken.

Kategorie-Einblicke: Unterschiedliche Stärken je Thema

Bei Vergleichs-Prompts – also Anfragen, die nahe an einer Kaufentscheidung liegen – führt Schärdinger die KI-Antworten an, gefolgt von Berglandmilch und NÖM. In der Kategorie Nachhaltigkeit dominiert Berglandmilch mit 100 % Brand Coverage bei exemplarischen Prompts zu Nachhaltigkeitsprogrammen. Im Bereich Gesundheit übernimmt NÖM die Führung – und zeigt damit, dass eine starke thematische Positionierung gezielt einzelne Kategorien dominieren kann.

Drei strategische Schlussfolgerungen

Die Studie macht drei übergeordnete Erkenntnisse sichtbar, die über die Molkereienbranche hinaus Relevanz haben:

1. Es entscheidet nicht allein die Markenbekanntheit. Ausführliche, thematisch spezifische Inhalte – insbesondere zu Nachhaltigkeit, Herkunft und Qualität – werden von KI-Systemen als Quellen bevorzugt.

2. Externe Autoritätsquellen sind ein unterschätzter Hebel. Plattformen wie ama.at und YouTube werden von der KI häufiger zitiert als die meisten Marken-Websites. Strategische Präsenz auf diesen Kanälen stärkt die eigene KI-Sichtbarkeit messbar.

3. KI-Sichtbarkeit ist auch heute noch gestaltbar. Der Wettbewerb um den KI-Regalplatz ist noch nicht entschieden – wer jetzt die richtigen Grundlagen legt, sichert sich einen Vorsprung, der in zwei bis drei Jahren nur noch schwer aufzuholen sein wird.

Die vollständige Studie mit allen Ranking-Daten, Prompt-Kategorien und KPI-Definitionen ist öffentlich abrufbar unter studies.slopelift.com.

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